Richtig trinken - Mehr leisten
von Mag. Sabine Hollomey / Styria vitalis
Der tägliche Flüssigkeitsbedarf eines Erwachsenen liegt zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Litern, wovon etwa eineinhalb bis zwei Liter in Form von Getränken zugeführt werden sollen. Durch Bewegung und Sport steigt der Flüssigkeitsverlust und somit -bedarf zum Teil erheblich: Je nach Sportart schwankt er zwischen einem halben und drei Liter pro Stunde. Wenn man bedenkt, daß die Muskeln zu 70% aus Wasser bestehen und daß der Verlust von 2% der Körperflüssigkeit ein Leistungsdefizit von bereits 20% ergibt, kann man ermessen, wie wichtig das rechtzeitige Auffüllen des Flüssigkeitsverlustes ist. Die Devise beim Sport lautet: Trinken, bevor der Durst kommt! Denn das Durstgefühl meldet sich zu spät, will man keine Einbuße an Leistung in Kauf nehmen. Auch hier gilt: kleine Schlucke, alle 15 Minuten bei längerdauernder Belastung über eine Stunde.
Mit dem Schweiß wird aber nicht nur Wasser ausgeschieden, sondern auch Mineralstoffe (Elektrolyten). Das Ersetzen dieser Verluste geschieht am besten durch Getränke mit einem natürlichen Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen. Isotonische Elektrolytgetränke erübrigen sich für den Normalsportler. Denn abgesehen davon, daß diese Getränke mehr versprechen, als sie halten, sind sie auch nicht gerade billig. Eine nicht unerhebliche Rolle spielt dabei der psychologische Aspekt: Die Einbildung versetzt Berge und allein der Glaube an die Wirkung des Präparates führt oft zu einem Motivations- und Leistungsschub. Tatsache ist allerdings, daß für den Freizeitsportler (auch im gehobenen Niveau) eine ausgewogene Vollwerternährung und herkömmliche Getränke die Verluste genauso gut oder besser ersetzen können. Ideale Getränke bei und nach Sport sind gut verdünnte naturreine Fruchtsäfte (Kalium und Magnesium) Mineralwasser (verschiedene Mineralien) und Sauermilch (Calcium). In Extremsituationen (z.B. bei hohen Temperaturen, mehreren Trainings- oder Wettkampfeinheiten kurzzeitig hintereinander, bei Neigung zu Muskelkrämpfen, nach Durchfallserkrankungen u.a.) können sie aber durchaus nützlich sein.
Die Tabelle zeigt die durchschnittlichen Mineralstoffverluste pro Liter Schweiß. Je besser trainiert ein Sportler ist, desto "dünner" schwitzt er, weil der Stoffwechsel ökonomischer arbeitet.
| Mineralstoffzusammensetzung des menschlichen Schweißes (Durchschnitt) |
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| Natrium 1.200 mg/l |
Magnesium 36 mg/l |
| Chlorid 1.000 mg/l |
Sulfat 25 mg/l |
| Kalium 300 mg/l | Phosphat 15 mg/l |
| Calcium 160 mg/l | Zink/Eisen 1,2 mg/l |
Viel trinken macht auch schlau - eine längst bekannte Weisheit bei NLP und anderen modernen Lernmethoden. Die Konzentration verbessert sich durch eine ausreichende Trinkmenge. Denn das Blut wird verdünnt und transportiert rascher Sauerstoff und Nährstoffe zu den Zellen. Immer wieder ein paar Schlucke Wasser zwischendurch trinken, das hält den Geist wach.
Auszug aus dem Buch "Einfach essen - gesund genießen", Sabine Hollomey, Leykam 1999


